Voneinander lernen und sich weiterentwickeln: Frank Tobian vom Jugendzentrum B58 im Interview

Voneinander lernen und sich weiterentwickeln: Frank Tobian vom Jugendzentrum B58 im Interview

Der Wahlbraunschweiger Frank Tobian (51) ist seit mehr als zwei Jahrzehnten in der regionalen Kinder- und Jugendarbeit aktiv, seit Ende der 90er leitet er das traditionsreiche Kinder- und Jugendkulturzentrum B58 im Bültenweg. Im Interview verrät er, wie man ein soziokulturelles Zentrum managed, was Vereinsarbeit pädagogisch so wertvoll macht und warum Braunschweig eine neue Konzert-Location benötigt.

Hallo Frank, wie wird man Leiter eines Jugendzentrums?

Ich komme ursprünglich aus Wolfenbüttel, aber ab einem gewissen Alter orientiert man sich natürlich mehr in Richtung Braunschweig. Und so hatte ich eine für meine Generation wahrscheinlich typische jugendkulturelle Sozialisation: Panoptikum, Jolly Joker, FBZ… Nach meinem Abi habe ich erst mal eine Maurerlehre gemacht, weil ich Architektur studieren wollte und dachte, nach 13 Jahren Schule sei etwas handwerkliches vielleicht gar nicht schlecht. Doch nach meinem Zivildienst im Altersheim habe ich mich umentschieden und Soziale Arbeit studiert, weil ich immer schon einen Hang zu Jugendarbeit hatte. Und so bin ich 1988 zum Studieren nach Braunschweig gezogen. 1992 hatte ich mein Anerkennungsjahr im Kinder- und Jugendclub Weiße Rose und bin 1993 Leiter vom Jugendzentrum Heidberg geworden. Dort habe ich sechs Jahre gearbeitet und zum ersten Mal auch Jugendkulturarbeit im Rahmen eines Jugendzentrums kennengelernt. Als eine Stelle als Leiter des B58 frei wurde, habe mich erfolgreich beworben und bin nun seit 1998 hier. Das ist eine lange Zeit, aber die Arbeit ist so abwechslungsreich, dass ich sie nach wie vor gerne mache. Zudem habe ich 2008 mit dem Fotografieren begonnen. Nach und nach haben immer mehr befreundete Musiker und Bands gefragt, ob ich ihre Auftritte nicht fotografieren möchte. Das macht mir sehr viel Spaß, und auf diese Weise kann ich auch die Kontakte zu Musikern und Publikum weiter ausbauen.

Aber du hast keine fotografische Ausbildung?

Nein, ich habe mir alles selbst beigebracht und von Freunden Tipps geben lassen, so zum Beispiel vom Fotografen Andreas Greiner-Napp. Das fasziniert mich auch am meisten: über Fotografie Menschen kennenzulernen und interessante Erlebnisse zu haben.

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Das B58 im Bültenweg… 58. Foto: Frank Tobian

Wann wurde das B58 gegründet, und was ist das hier überhaupt für ein Gebäude?

Es war mal eine Konservenfabrik. Bereits in den 50ern hat man anschließend versucht, damalige Rocker-Gruppen zu integrieren – da hieß es bereits „Jugendheim Nord“ – später kamen die Punker. Irgendwann haben hier sogar mal „Trio“ gespielt, wird berichtet. *lacht* Dieses Haus hat eine lange Geschichte; genauere Aufzeichnungen oder eine Chronik existieren aber nicht. Deswegen konnten wir auch noch nie unser Jubiläum feiern.

Was ist deine Aufgabe im B58?

Meine Aufgabe ist die Leitung dieser Einrichtung, also das Geschehen im Haus zu koordinieren, Ansprechpartner zu sein für Angebote, Organisation und Durchführung. Letztendlich bin ich sowas wie ein Chef für die Kinderetage, das Jugendzentrum und den Jugendkulturbereich. Der Jugendkulturbereich hat übrigens die Besonderheit, dass er als Verein organisiert ist. Das ist ein erstklassiges ehrenamtliches Modell, bei dem junge Erwachsene das Programm des Hauses mitbestimmen können. So befähigen wir junge Menschen dazu, soziale Arbeit zu leisten, lassen sie Teamarbeit kennenlernen und eine Orientierung bekommen.

Wie gestaltet sich die Vereinsarbeit in der Praxis?

Wir haben einmal pro Woche ein Vorstandstreffen. Dabei sitzen dann die Vertreter jedes Teams – Veranstaltung, Öffentlichkeitsarbeit, Musikeretage, Kassenführung usw. – gemeinsam hier am Tisch, und dann besprechen wir die Belange des Vereins. Welche Veranstaltungen laufen, was im Haus umgesetzt werden muss, wie wir unsere Zusammenarbeit optimieren können, wie wir mit anderen Häusern kooperieren, wie wir uns strategisch auf aktuelle Fragen ausrichten und vieles mehr.

Läuft die Finanzierung auch über den Verein?

Ja, denn wir haben keinen Kulturetat. Der Verein finanziert sich über die Mitgliedsbeiträge. Wer bei uns einen Raum nutzen möchte, beispielsweise die Proberäume oder die Konzertbühne, muss in den Kulturverein eintreten und den Monatsbeitrag zahlen. Damit hat der Jugendkulturverein eine relativ konstante Summe zum Arbeiten. Damit finanzieren wir Veranstaltungen, zahlen den Leuten, die sich hier engagieren, eine Aufwandsentschädigung und natürlich auch Gagen an die Künstler. Manche Leute denken daher, man müsse hier bezahlen, um auftreten zu können. Aber das ist wirklich nicht so. Wer bei uns eine Veranstaltung macht und Einnahmen hat, den müssen wir in der Regel auch am Risiko beteiligen. Da wir keinen Etat haben, können wir Veranstaltungen nicht immer kostenlos ermöglichen und hinterher auf den Kosten sitzenbleiben. Wir bieten daher verschiedene Abrechnungsmodelle, mit denen wir versuchen, Bands und Veranstalter möglichst gut zu unterstützen.

Man kann sich also auch als Außenstehender hier einmieten, Konzerte und andere Veranstaltungen anbieten. Wie geht man dabei vor?

Du nimmst einfach Kontakt mit uns auf, präsentierst deine Idee, und wir schauen dann, wie man das beste Modell entwickeln kann, damit diese Veranstaltung möglichst erfolgreich wird. Dabei bieten wir entweder die Logistik dieser Einrichtung in Form von Personal und Räumlichkeiten an, oder aber wir arbeiten zusammen und unterstützen dich auch direkt bei der Umsetzung deiner Ideen.

Worin besteht für dich als Leiter des B58 auch nach über 20 Jahren in der Branche noch die größte Herausforderung?

Darin, jederzeit mit vielen unterschiedlichen Situationen und Menschen umgehen zu können. Letztendlich geht es darum, wofür dieses Haus stehen soll und was man als Leiter über diese Arbeit erreichen möchte. Ich habe Sozialpädagogik studiert, weil ich gerne mit Menschen arbeite. Mir ist wichtig, dass hier Begegnungen stattfinden, Menschen voneinander profitieren und sich weiterentwickeln. Aktuell sehe ich es auch als ganz wichtigen Auftrag, zu zeigen, dass andere Kulturen eine Bereicherung für unser Leben sind. Und in pädagogischer Hinsicht wünsche ich mir, dass diese Einrichtung zur Persönlichkeitsreifung von Kindern und Jugendlichen beiträgt. Vereinsleben hat einen großen sozialen Wert.

Hat das B58 neben dir noch andere feste Mitarbeiter?

Ja, es gibt neben mir sieben hauptamtliche Mitarbeiter. Im Bereich der Kinderetage haben wir eine Sozialpädagogin. Hinzu kommen vier Erzieherinnen, die sich um die Schuldkind-Betreuung kümmern. Das sind die angemeldeten Kinder, die hierher kommen, und ab 15 Uhr öffnen wir auch für Kinder aus dem Stadtteil, das ist die so genannte offene Arbeit. Dann haben wir im Jugendzentrum eine Sozialpädagogin und eine Erzieherin. Zudem kümmere ich mich um acht Studierende der Sozialen Arbeit von der Ostfalia Fachhochschule in ihren zwei Projektsemestern. Dies bieten wir im Bereich der Jugendkulturarbeit an. Die Studierenden kümmern sich um die Organisation des Proberaums für Nachwuchsbands sowie der „Open Stage“, die jeden letzten Donnerstag im Monat stattfindet.

Habt ihr einen bestimmten musikalischen Schwerpunkt?

Wir bedienen in erster Linie die Metal- und Hardcore-Szene. Wir arbeiten ja auch mit dem hotell666 Metalclub e.V. zusammen. Und durch die Bands, die bei uns proben, haben wir auch einen starken Zugang zur Hardcore-Szene und deren Veranstaltern. Ansonsten sind wir schon sehr bestrebt, ein möglichst vielfältiges Programm anzubieten.

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Abschiedskonzert der Band „Archway“ im Mai 2010. Foto: Frank Tobian

Für wie viele Gäste ist der Konzertbereich ausgelegt?

Für 200 Personen. Derzeit hoffen wir, dass die im Erdgeschoss leerstehenden Räume der ehemaligen Holz- und Metallwerkstatt für Jugendkultur umgebaut werden können. Dort hätte man dann noch bessere Möglichkeiten, jugendkulturelle Veranstaltungen durchzuführen. Ohne Treppensteigen würde das B58 endlich auch dem Thema Inklusion gerecht werden. Und für das Haus wäre es ein großes Plus, die bisherigen Bereiche etwas zu entzerren.

Aber Parties und Konzerte sind ja nicht alles, sondern ihr seid in vielen Bereichen aktiv.

Genau, denn das B58 ist ein Kinder- und Jugendkulturzentrum. Da das Thema Schulkind-Betreuung immer mehr an Wichtigkeit gewonnen hat, haben wir mittlerweile zwei Betreuungsgruppen. Eine davon ist mit 20 angemeldeten Kindern direkt im Haus. Die Kinder im Alter von 6-12 Jahren kommen nach der Schule hierher, erhalten Mittagessen – Stichwort „Pädagogischer Mittagstisch“ – anschließend Hausaufgabenbetreuung und danach Angebote kreativer oder sportlicher Art. Und wir haben eine Außenstelle an der Grundschule Bültenweg, in der noch mal 19 Kinder untergebracht sind. Dann haben wir die klassische Jugendzentrumsarbeit unten im Café, und drittens eben den Schwerpunkt im Rahmen der Jugendkultur mit Konzerten, Parties und Proberäumen. Das ist die besondere Bandbreite unserer Einrichtung.

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Kinder- und Jugend-Workshop mit der Band „Jazzkantine“, 2011. Foto: Frank Tobian

Ist das B58 dann nicht eigentlich auch ein soziokulturelles Zentrum?

Ja, ich denke, man kann es auch als soziokulturelles Zentrum mit dem Schwerpunkt auf Jugendkultur beschreiben. Es ist wichtig, zu zeigen, was wir für wertvolle soziokulturelle Arbeit leisten und was hier noch für ein Bedarf besteht. Wir wollen uns allerdings nicht in Konkurrenz zu anderen bringen, weil unser Schwerpunkt nun mal die Jugendkultur ist.

Kürzlich ist die Initiative eines neuen soziokulturellen Zentrums in der Kreuzstraße gescheitert. Wie beurteilst du die Situation?

Ich bedaure, dass es da zu keiner Lösung gekommen ist, die ein neues soziokulturelles Zentrum in greifbare Nähe rückt. Ich bin gespannnt, wie es in dieser Frage weitergeht, schließlich besteht ja ein großer Bedarf an einer entsprechenden Einrichtung.

In der Presse war zu lesen, dass nach dem Ausfall der Kreuzstraße neben anderen Einrichtungen auch das B58 im Gespräch stünde.

Dass das B58 ein möglicher Nachfolger des FBZ werden könnte, war auch früher unter Oberbürgermeister Gert Hoffmann schon im Gespräch. Das würde meines Erachtens aber nicht funktionieren, da wir die nötige Kapazität einfach nicht besitzen und in einem Wohngebiet liegen. 1000 Besucher mit Parkplätzen… Der Lärm ist jetzt schon manchmal kritisch. Und es würde vielleicht auch den Standort für Kinder- und Jugendkultur zerstören. Denn Soziokultur orientiert sich eher an einem älteren Publikum. Aber es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche eine Möglichkeit haben, ihre eigene kulturelle Identität losgelöst von Erwachsenen zu entwickeln.

Du bist seit 20 Jahren gestalterisch in Braunschweig aktiv. Was ist los mit der hiesigen Konzertszene? Meiers, Jolly Joker, Gearbox und Hansa sind geschlossen, und auf Konzertkalendern ist Braunschweig fast immer ein leerer Fleck.

Das ist ein spannendes Thema, dessen Wahrheit man sich nur annähern kann. Die Schließung des FBZ war jedenfalls ein großer Verlust für musikalische Veranstaltungen für um die 1000 Gäste und somit eben auch für ein bestimmtes Segment an bekannten Bands. Da muss man heute mindestens nach Wolfsburg oder Hannover ausweichen, was der hiesigen Kulturszene natürlich auch nicht gut tut. Von daher ist es wichtig, dass in Braunschweig in dieser Hinsicht wieder etwas passiert.

Was wäre in deinen Augen die Lösung für dieses Problem?

Derzeit ist ja etwas im Gange. Am wichtigsten für den Erfolg einer neuen Konzert-Location ist in meinen Augen die Freiheit, in solchen Räumlichkeiten frei gestalten zu können. Wer der Träger ist, ist dann letztlich egal. Es ist einfach wichtig, Veranstaltungsmöglichkeiten zu haben, bei denen Menschen sich entwickeln und ihre Kultur erleben können und man nicht immer nur darauf schaut, wie viel Geld man verdienen kann. Die hiesige Musikerszene würde ebenfalls gefördert, wenn sie Möglichkeiten bekäme, mal als Vorband vor 1000 Leuten zu spielen. Da sollte man vielleicht weniger gewinnorientiert als kulturfördernd denken.

Wie ist es deiner Meinung nach um die Subkultur in Braunschweig bestellt? Oftmals hört man Unkenrufe, dass es in den 80ern und 90ern hier bedeutend vielfältiger war.

Das kann ich nicht teilen. Durch meine Arbeit bekomme ich sehr viel mit, was an Subkultur in dieser Stadt vorhanden ist. Abseits des B58 sehe ich das Nexus mit einer lebendigen Szene, die KaufBar mit einem sehr bunten Programm, das Riptide und den einRaum5-7 im Handeslweg, und im westlichen Ringgebiet entsteht ebenfalls sehr viel. Ich würde mir jedoch mehr im Bereich der Kooperation wünschen, um die Szene zu stärken und auch mal zu gemeinsamen Projekten zu kommen.

Hat in den letzten 20 Jahren dennoch eine Entwicklung stattgefunden? Ist es heute schwieriger als vor zehn Jahren, eine Einrichtung wie das B58 zu betreiben?

Nein. Im Moment erlebe ich das B58 sehr erfolgreich. Natürlich haben wir auch mal eine Veranstaltung, zu der nicht so viele Leute kommen wie erwartet. Aber es ist ein Bedarf da. Es gibt viele Menschen, die Musik machen und viele Menschen, die versuchen, eine Orientierung zu bekommen, indem sie Veranstaltungen besuchen und sich einer Szene anschließen. Da ist Braunschweig wirklich gut aufgestellt.

Du bist inzwischen 51 Jahre alt. Stellt eine zunehmende Entfernung vom Alter der Gäste ein Problem dar?

Die Frage stelle ich mir auch hin und wieder. Einige Gäste wundern sich auf Konzerten vielleicht, was der grauhaarige Mann da vor der Bühne macht. *lacht* Der sogenannte Jugendwahn ist aber auch nicht immer zielführend. Wenn man jung und ungebunden ist, bedeutet das nicht zwangsläufig, dass man auch alles gut macht. In meiner Tätigkeit ist es wichtig, auch ein wenig die Gelassenheit des Alters zu besitzen, denn so geht man souveräner mit vielen Situationen um. Zudem sehe ich mich auch als Informationsspeicher, der anderen Leuten etwas mit auf den Weg gibt. Das kann man erst ab einem gewissen Alter erbringen. Vorher ist man oft viel zu sehr mit seiner eigenen Eitelkeit und Unsicherheit beschäftigt, muss sich noch profilieren.

Was macht für dich Braunschweig aus?

Ich finde die Größe der Stadt einfach angenehm zum Leben. Es ist überschaubar und trotzdem lebendig. Man kann sich hier einfach zurechtfinden, hat schnell soziale Kontakte. Man kann dadurch auch einfacher selbst etwas bewirken. Gerade in kultureller Hinsicht ist derzeit vieles im Entstehen.

Stichtwort „Bragida“: Wird diese Thematik auch hier hereingetragen, gibt es vielleicht sogar derlei Ressentiments unter euren Kindern und Jugendlichen?

Kralenriede und die ZAST sind nicht weit entfernt vom B58, wir bekommen sehr wohl die Diskussion um den Umgang mit Flüchtlingen und die Situation der Einwohner vor Ort mit. Mit Sorge betrachten wir, dass sich dort eine „Bürgerinitiative“ entwickelt hat, die das Thema poltisch ausnutzen möchte, um für rechtsradikale Positionen zu werben. Aber von derlei Gedankengut sind wir hier im Haus überhaupt nicht unterwandert, da es für etwas ganz anderes steht: für kulturelle Vielfalt. Wir haben hier Kinder mit Eltern afrikanischer, türkischer, asiatischer Herkunft, etc. Und unsere Jugendkulturarbeit ist zwar nicht unbedingt politisch, aber wir haben auch eine gewisse Tradition, beispielsweise mit „Rock gegen Rechts“. Und dann treten eben auch viele Bands aus dem Ausland hier auf. Wir versuchen einfach, das Thema der Menschenfreundlichkeit zu bedienen. Und ich möchte dabei auch die Leute erreichen, die vielleicht noch ein wenig in der Grauzone stecken. Es bringt nichts, dann die Nazikeule zu schwingen und ihnen nur Blödheit zu unterstellen, sondern man muss mit ihnen reden und ihnen die Angst nehmen: dass Menschen anderer Kultur keine Bedrohung sind, und dass wir eben auch sehr stark auf Kosten der Dritten und Vierten Welt leben. Es hat schon immer Migrationsbewegungen gegeben, das kann man nicht einfach stoppen, sondern man muss ihm konstruktiv begegnen.

Was wünschst du dir von der Stadt, woran hapert es, womit hast du zu kämpfen?

Ich würde mir einfach eine bessere personelle und finanzielle Ausstattung dieser Einrichtung wünschen, insbesondere im Hinblick auf die leerstehenden Räumlichkeiten. Auch als Wertschätzung gegenüber dieser Einrichtung und der Jugendkultur im Allgemeinen fände ich es schön, wenn die Stadt Braunschweig es würdigt, im Rahmen ihrer Angebote eine Einrichtung zu besitzen, die viele Jahrzehnte gewachsen ist und die qualitativ für Kinder und Jugendliche so gut aufgestellt ist.

Was steht in nächster Zeit bei euch im Haus an, was ist dein Highlight?

Besonders am Herzen liegt mir im September die Veranstaltung „female fronted“ mit Musik aus dem Hardcore-Bereich. Ich finde es sehr wichtig, dass man auch junge Frauen auf die Bühne bekommt – die sollten nicht immer nur „die Freudin von…“ sein. Damit verknüpfen wir auch wieder einen Benefiz-Gedanken: den Erlös spenden wir an eine Organisation, die Frauen in Notlagen unterstützt.

Frank Tobian, vielen Dank für das Gespräch!

Text und Titelfoto: Stephen Dietl

Kinder- und Jugendzentrum B58
Bültenweg 58
38106 Braunschweig
www.juzb58.de

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