Jour Fixe 17 “Metamorphosen” – Interview zum Performance-Event am 30. November

Jour Fixe 17 “Metamorphosen” – Interview zum Performance-Event am 30. November

Heute um 19 Uhr ist es wieder soweit: Jour Fixe im LOT-Theater ist angesagt! An diesem Abend gehört die Bühne den performativen Künsten, dem Darstellenden Spiel. Studierende der Hochschule für Bildende Künste zeigen, was sie performativ alles drauf haben: von exzentrisch-experimentell über magisch-mitreißend bis lässig-lustig, die künstlerische Bandbreite ist enorm und immer wieder ein Erlebnis. Nicht umsonst waren wir schon mehrmals mit Kamera und Videocam dabei! Außerdem bemerkenswert: der Jour Fixe wird von Studierenden für Studierende organisiert. Hier geht es nicht um Abschlussarbeiten oder Studienleistungen, sondern studentische Projekte. Diesmal steht Ausgabe Nr. 17 auf dem Programm und bei der Kooperationsveranstaltung des Instituts für Performative Künste und Bildung der HBK und dem LOT-Theater ist einiges anders geworden. Welche Veränderungen es gibt und was das Publikum diesmal erwartet, verraten uns Anna-Maria Buchgraber und Mathias Müller aus dem Jour Fixe Orga-Team.

Mathias Müller (22) und Anna-Maria Buchgraber (23) studieren Darstellendes Spiel an der HBK und gehören zum Orga-Team vom Jour Fixe 17

Mathias Müller (22) und Anna-Maria Buchgraber (23) studieren Darstellendes Spiel an der HBK und gehören zum Orga-Team vom Jour Fixe 17 (Foto: Jan Engelken)

Hallo Anna-Maria, hallo Mathias! Was genau ist der Jour Fixe, seit wann gibt es ihn?

Mathias: HBK-Studierende haben mit dem Jour Fixe die Möglichkeit, performative Arbeiten vor Publikum zu zeigen und ein Feedback von den Besuchern zu erhalten. In diesem Jahr gibt es eine vorherige Sichtung und Auswahl der eingereichten Arbeiten. Das liegt auch daran, dass sich der diesjährige Jour Fixe erstmals einem gemeinsamen Thema widmet, der Titel lautet „Metamorphosen“.

Anna-Maria: Den Jour Fixe gibt es mittlerweile seit acht Jahren. Die Veranstaltung ist aus einer studentischen Initiative entstanden, die den Jour Fixe in Kooperation mit dem LOT-Theater durchführt. Traditionsgemäß treffen sich Künstler und Publikum nach den Auftritten bei einer gemeinsamen Suppe. In diesem entspannten Rahmen gibt es Feedback, wird über die Performances geredet und diskutiert.

Moderation von Affe und Schwein.

Jour Fixe 13 (Foto: Stephen Dietl)

Ihr seid beide an der Planung beteiligt. Wie wird der Jour Fixe organisiert?

Anna-Maria: Wir sind sechs bis sieben HBK-Studierende und werden von dem HBK-Dozenten Christian Weiss unterstützt. Nach einer kleinen Pause geht der Jour Fixe in diesem Jahr mit einem komplett neuen Team an den Start.

Mathias: Im Rahmen eines HBK-Seminars haben wir überlegt, wie man den Jour Fixe weiterführen kann. Hier haben wir das Konzept mit Feedbackrahmen und thematischer Bindung für dieses Jahr ausgearbeitet.

Ihr studiert beide Darstellendes Spiel an der HBK. Was bedeutet eigentlich „Darstellendes Spiel“?

Anna-Maria: Der Studiengang Darstellendes Spiel bewegt sich im Grenzbereich der Disziplinen Schauspiel, Regie und Pädagogik. Wir arbeiten sehr stark theaterpädagogisch, sowohl mit Kindern als auch mit Erwachsenen. Das Studium ist darauf ausgerichtet, das Schulfach Darstellendes Spiel zu unterrichten, man kann aber auch als freier Theaterpädagoge oder interdisziplinär arbeiten.

Mathias: Der Studiengang am Institut für Performative Künste und Bildung wird – wie der Name schon sagt – vor allem durch den Begriff des performativen Theaters geprägt und weniger durch den klassischen Schauspielbegriff.

Jour Fixe 13 (Foto: Stephen Dietl)

Jour Fixe 13 (Foto: Stephen Dietl)

An wen richtet sich der Jour Fixe?

Anna-Maria: Der Jour Fixe ist keine HBK-interne Veranstaltung, auch wenn er unter den HBK-Studierenden besonders populär ist. Unser Jour Fixe im LOT-Theater ist an alle Braunschweigerinnen und Braunschweiger gerichtet, die das Darstellende Spiel kennen lernen und einen besonderen Abend erleben möchten.

Was erwartet die Jour Fixe-Besucher diesmal?

Anna-Maria: Bei diesem Jour Fixe werden die Beiträge nicht thematisch in sich geschlossen sein, sondern passend zum Thema Metamorphosen ineinander übergehen. Deshalb wird es diesmal auch keine Moderation geben.

Mathias: Es wird in bester Jour Fixe Tradition sehr vielfältig und teilweise sehr experimentell auf der Bühne zugehen, verschiedenste Medien werden zum Einsatz kommen. Das Titelthema wird an diesem Abend von allen Seiten beleuchtet werden. Als wir uns auf das Thema Metamorphosen geeinigt haben, hatten wir im Orga-Team natürlich schon eine gewisse Vorstellung von dem Begriff. Umso faszinierender war es dann für uns zu sehen, wie die beteiligten Künstler das Thema auf ihre ganz eigene Weise umsetzen und wieder neue Blickwinkel eröffnet haben. Ihr dürft gespannt sein!

Vielen Dank für das Gespräch!

Interview: Jan Engelken
Titelfoto: Sophie Gittermann

Jour Fixe 17 – Metamorphosen
30.11.2016, Beginn 19 Uhr, Einlass ab 18:30 Uhr
LOT-Theater, Kaffeetweete 4a, 38100 Braunschweig
Eintritt frei

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