Braunschweiger Lichtparcours 2016: IAK-Entwürfe vorgestellt

Braunschweiger Lichtparcours 2016: IAK-Entwürfe vorgestellt

Es ist die ultimative Erleuchtung in diesem Jahr: Am 11. Juni startet der Braunschweiger Lichtparcours 2016. Bis zum 22. September werden sechzehn Lichtinstallationen nationaler und internationaler Künstler an verschiedenen Orten in der Innenstadt und am Hafen zu sehen sein. Eines dieser Projekte entsteht gerade hier in Braunschweig, am Institut für Architekturbezogene Kunst der TU Braunschweig (IAK). Dort arbeiten Institutsleiter Thomás Saraceno, Mitarbeiter Bernd Schulz und fünf Architekturstudierende an einem Objekt, das am Okerufer auf Höhe der Torhäuser an der Wendenstraße realisiert werden soll – genau an dem Ort, wo bis vor einigen Jahren Pedro Reyes’ Beitrag zum “Braunschweig Parcours 2004″, die begehbare Fachwerkplastik “Zikzak”, zu sehen war.

Vor Kurzem wurden am IAK die ZwischenergebnisseIMG_1336 vorgestellt, vier Entwürfe haben es in die Endauswahl geschafft. Dr. Anja Hesse zeigte sich nach der Präsentation begeistert: “Ich fühle mich beschenkt”, sagte die Braunschweiger Kulturdezernentin, die zusammen mit Dr. Ulf Hilger (Projektleitung Lichtparcours) und Nele Kaczmarek (Ausstellungsorganisation und Konzept Lichtparcours) vor Ort war. Ebenfalls beeindruckt von der Arbeit der Architekturstudenten: Prof. Dr. Robra-Bissantz und Göran Galland vom Projektpartner “SANDKASTEN – selfmade campus” sowie Eckard Wohlgehagen vom Braunschweigischen Hochschulbund, der das Projekt finanziell unterstützt.

Bei den Entwürfen, die unter dem Motto “Contact” entstanden sind, stand die Frage im Zentrum, wie man mit einer hypothetischen außerirdischen Lebensform kommunizieren würde. Um diese Arbeiten geht es:

Foto: Bernd SchulzMichelle Korell hat das Element Wasser in ihren Entwurf integriert. Über das gläserne Dach wird ein illuminierter Wasserfilm geleitet, der als Wasserkaskade zurück in die Oker fließt. Mit dem Kanu kann die Installation auch von der Wasserseite aus befahren werden.

10Der Entwurf von Katharina Kothe sieht ein großflächiges „Moos Graffiti“ vor, mit dem die bestehende Betonkonstruktion begrünt wird. Leuchtquellen im Boden erzeugen Lichtpunkte an der Decke des Raumes und durch Projektion entstehen Wasserspiele auf dem Gebäude.

02Christian Schad und Thies Wacker haben zunächst getrennt gearbeitet und sich dann zusammengetan. Sie möchten mit ihrer Zeltkonstruktion aus transluzentem Stoff einen “beleuchteten Wahrnehmungsort” schaffen, der dem Besucher durch eine Öffnung an der Oberseite den Blick auf den Himmel gewährt.

IMG_1347Havva Gizem Artar möchte Scheinwerfer in die Betonplattform einsetzen, die in den Himmel strahlen. Die Vorderfront ihres Entwurfs ist halb geschlossen, Besucher können von außen nicht erkannt werden. Erst wenn die Lichtstrahlen durch die Besucher gebrochen werden, kann man ihre Anwesenheit auch von weitem erkennen. So sollen Menschen zu diesem Ort hingeleitet werden.

Wie geht es nun weiter? “Im Januar werden wir überlegen, was gebaut wird und welche Materialien wir benutzen werden. Bis zum Ende des Semesters im Februar werden wir experimentieren und die Realisierbarkeit prüfen”, so Bernd Schulz.

Text: Jan Engelken
Fotos 1, 5 & Titelfoto: Jan Engelken
Fotos 2, 3, 4: Bernd Schulz

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