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„Meine Stadt – Mein Viertel: Stadt neu denken“ Diskussion zum Thema kreative Stadtentwicklung am 14. Mai | kulturblog38.net
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„Meine Stadt – Mein Viertel: Stadt neu denken“ Diskussion zum Thema kreative Stadtentwicklung am 14. Mai

„Meine Stadt – Mein Viertel: Stadt neu denken“ Diskussion zum Thema kreative Stadtentwicklung am 14. Mai

Gruppentische, Info- und Schreibmaterial sowie Feedbackkärtchen unterstreichen von Anfang an den interaktiven Charakter der Veranstaltung, organisiert vom Haus der Wissenschaft Braunschweig im Rahmen der „Kluge-Köpfe-Dialoge„.
Konsequenterweise fordert Moderator Falk-Martin Drescher in der gut gefüllten DRK-Kaufbar auch gleich zu einem kurzen Brainstorming an den Tischen auf. Schnell nimmt man untereinander Kontakt auf und die jeweiligen Fragen, Absichten und Forderungen der Besucher werden deutlich.

Drei Braunschweiger Kernfragen

In Hinblick auf eine kreative Stadtentwicklung in Braunschweig kristallisieren sich drei Kernfragen heraus: Wo bleibt die Jugend in Braunschweig? Hat Subkultur einen Platz im Stadtbild? Wird der öffentliche Raum kreativ genutzt?

Den Fragen stellen sich auf Expertenseite Jürgen Wolf (Friedrich-Wilhelm-Viertel e.V.), Reiner Schmidt (campus.office Hochschule Anhalt), Susanne Grimm (Städteplanerin) und die Regisseurin Ulrike Hatzer („Stadt-Theater“ Braunschweig)

Kluge Köpfe - Stadt neu denken

U. Hatzer, R. Schmidt, S. Grimm, J. Wolf, Moderator F.-M. Drescher (v. l.)

Die Stadt „lesen“

Hatzer fehlt die Subkultur in Braunschweig, die nicht nur den kulturellen Charakter einer Stadt nach innen prägt: Laut Hatzer helfe sie auch Fremden und Zugezogenen, eine Stadt zu „lesen“ und so Zugang zu Stadt und Bürgern zu finden. In einem von Privateigentum durchsetzten öffentlichen Raum in Braunschweig sieht sie zu wenig nutzbare Brachflächen zur kreativen Entfaltung, z.B. durch Zwischennutzung.

Eingeschränkte Gestaltungsmöglichkeiten der Stadtverwaltung

Grimm kritisiert in diesem Zusammenhang, dass privater Grund immer weniger als Nutzungsobjekt, sondern vielmehr als Kapitalanlage angesehen wird. Mangelnde Kooperations- und Investititonsbereitschaft der Hauseigentümer verhindere in manchen Fällen ein einheitliches Stadtbild und schränke die Gestaltungsmöglichkeiten von Seiten der Stadt Braunschweig ein.

Kreativität lässt sich nicht vorschreiben

Schmidt gibt zu bedenken, dass Kreativität auf der anderen Seite nicht gesetzlich veordnet werden könne. Damit gibt er einem Diskutanden aus dem Publikum recht, der als Beispiel die Nachnutzung des ehemaligen Karstadt-Komplexes in der Wolfenbütteler Innenstadt anführt.

Zwei Braunschweiger Stadtviertel im kreativen Wandel

Einer gemeinsamen Initiative von aktiven Bürgern ist auch die jüngste kreative Entwicklung des Friedrich-Wilhelm-Viertels zu verdanken. Jürgen Wolff, der Vorstandsvorsitzende des gleichnamigen Vereins, rät daher zu verstärktem Eigenengagement, um Veränderung im eigenen Stadtviertel zu erreichen. Er freut sich, dass sein Viertel mithilfe kreativer Netzwerke und Zwischennutzungskonzepten auf dem besten Weg zum „Kultviertel“ ist.

Auch die Weststadt wird als Beispiel für ein lebendiges, dynamisches Viertel von einem Veranstaltungsbesucher genannt, der die bürgernahe Stadtentwicklung im Rahmen des staatlich geförderten Programms „Soziale Stadt“ lobt.

Drei Fragen – ein Kommunikationsproblem?

In Anbetracht dieser Positivbeispiele stellt ein anderer Teilnehmer klar, dass Braunschweig auch kulturell eine Menge zu bieten habe und er sich in dieser Stadt – aus Berlin kommend – absolut wohl fühle. Er sieht darüber hinaus in erster Linie ein Kommunikationsproblem, wenn z.B. Braunschweiger Bands keine Proberäume finden – denn als Musiker wisse er, dass solche Räume vorhanden sind.

So fordert dann auch ein weiterer Diskutand mehr städtische „Kulturvermittler“, um Kreativpotenzial gezielt zu fördern.

Fazit

Zusammenfassend lässt sich sagen, dass Braunschweig alle Voraussetzungen für eine lebendige Kreativszene (HBK, Staatstheater u.v.m.) erfüllt, die aber nur vereinzelt im öffentlichen Raum zu Tage tritt. Maßgebliche Faktoren sind dabei der Umgang von Stadtverwaltung (und -bewohnern) mit dem eigenen Kreativpotenzial, die Eigeninitiative der Bürger in den Stadtvierteln und v.a. die Kommunikation zwischen den beteiligten Akteuren – denn Kommunikationskultur ist eben auch Kultur.

-je

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