Von Pilzen und Elektromobilität: Science Tweetup beim TU-DAY 2014

Vergangenen Samstag war TU-DAY. Kulturblog38 war beim Science Tweetup dabei und hat sich den Tag der offenen Tür an der TU Braunschweig genau angeschaut.

Besteigung eines Megafermenters am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung: Bergfest!

Besteigung eines Megafermenters am Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung: Bergfest!

„Wissenschaft bewegt“ ist das Motto des TU-DAY 2014 am heutigen 28. Juni. Und so geht es gleich um 09:00 Uhr mit dem Großraum-Taxi zum Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung HZI nach Braunschweig-Stöckheim. Unsere Reiseleiter in die Wissenschaftswelt: Forschungsredakteur Stephan Nachtigall von der Pressestelle der TU Braunschweig sowie Rebecca Winkels und Henning Krause vom HZI. Sie haben das heutige Science Tweetup organisiert, Henning Krause sogar das Konzept entwickelt. Ihre analogen Follower neben dem Kulturblog am heutigen Tag: Chiara Nouira (@CosmoCat) von der United Nations University Bonn, Kommunikationswissenschaftlerin Lara Ehemann aus Bamberg, BZ-Wissenschaftsredakteur Johannes Kaufmann und die angehende Science-Bloggerin Laura Zimmermann. Wir schauen hinter die Kulissen des HZI, erforschen die bunte Mikrowelt von Bioreaktoren in der Pharma– und Bioverfahrenstechnik und lassen uns von emil, dem einmaligen Induktions-Elektrobus der Braunschweiger Verkehrs-AG auf eine kaum hörbare Ringreise mitnehmen.

10454960_668146266602492_6046709303101889723_oFür Kulturblog38 heißt es gleich zu Anfang „Twitter the Critter“ im HZI. Viecher (engl. Critter), Forschung, Fortschritt, darum geht es im HZI. Hier werden Bakterien und Pilze erst aus der Erde gelockt, um sie dann in der Medienküche z.B. auf Diät zu setzen oder mit ihnen einen Cocktail zu mixen. Die zentrale Frage von Christian Richter und seinen Kollegen: Was macht so ein Krankheitserreger eigentlich den ganzen Tag lang? – Das Helmholtz-Zentrum für Infektionsforschung in Braunschweig führt Tagebuch im Kampf gegen Infektionen.

10379998_668146963269089_8834737161297229991_oZurück auf dem Hauptcampus erwartet uns viel Grün am Stand der Pharma- und Bioverfahrenstechnik. Das ist aber nicht die TU-DAY-Deko, sondern Johanniskraut, eine ergiebige Arzneipflanze. Wir bleiben also im Bereich der Medizin und uns wird erklärt, wie die Pflanze ins Medikament kommt – und Vorsicht: Bitte nicht schütteln, denn Pflanzenkulturen sind zerbrechlich! Weiter geht es mit menschlichen Zellen auf Mikrochips. Hier entstehen keine Cyborgs, sondern Mikro-Bioreaktoren sollen dabei helfen, Krankheiten in Zukunft schneller zu erkennen und Tierversuche zu verringern.

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Fahrer des emil im Hightech-Cockpit.

Danach geht es auf Flüstertour durch Braunschweig mit emil. Einmal zum Bahnhof, rauf auf die Ladestation und wieder zurück; E-Mobilität im ÖPNV kann so einfach sein – und gleichzeitig so kompliziert: Die Entwickler von der TU Braunschweig gaben einen guten Einblick in die fortschrittliche Technik.

Unser Fazit: Viele bizarre Zellkulturen, dazu spannender Expertentalk und das alles in einem tollen Science-Tweetup Team!

Text: Jan Engelken

Fotos: Stephen Dietl

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